| Entstehungsgeschichte Was behindert uns? Stendaler initiieren Landesweiten Kunst- und Kulturwettbewerb
Mit „re-flect“ hat die Regionalstelle Altmark des PARITÄTISCHEN Sachsen-Anhalt einen landesweiten Kunst- und Kulturwettbewerb initiiert. Im Europäischen Jahr der Chancengleichheit stellt er die künstlerische Auseinandersetzung mit der Frage„Was behindert uns?“ in den Mittelpunkt. Das Projekt, das von einer Preisträgerveranstaltung im Theater der Altmark gekrönt wird, ist aber weit mehr als ein Wetteifern um Preise. 15 Altmärker, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen lange ohne Arbeit waren, haben dank „re-flect“ wieder eine sinnvolle Tätigkeit gefunden. Sie sind in den Mitgliedsorganisationen des Wohlfahrtsverbandes oder bei anderen Sozialen Trägern tätig. Drei von ihnen richten seit Anfang April das Koordinationsbüro in der Stadtseeallee 24 in Stendal ein. Sandra Berg, Marion Freystedt und Uwe Brühahn werden von dort aus in den kommenden Monaten den Wettbewerb organisieren. Gefördert wird dieses Projekt von der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises und der Agentur für Arbeit (Arge) Stendal. „Die Idee des Kunstwettbewerbes um Chancengleichheit fiel zeitlich zusammen mit der Suche der Arge nach einer Maßnahme für Rehabilitanden“, erklärt Regionalleiter Bernd Zürcher zur Entstehungsgeschichte von „re-flect“. Gemeinsam entwickelt wurde das inhaltliche Konzept von der Regionalstelle Altmark des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen-Anhalt, dem Stendaler Fernsehen – OFFENER KANAL e.V., dem Verein Kunstplatte und dem Theater der Altmark, die den Wettbewerb gemeinsam ausschreiben.
Auch wenn die Preisverleihungen Ende Oktober/Anfang November im Theater der Altmark einen öffentlichen Schlusspunkt setzt, geht im Koordinationsbüro noch lange nicht das Licht aus.
Art der Beiträge
Dem künstlerischen Ausdruck sind bei den Wettbewerbsbeiträgen keine Grenzen gesetzt. - Filme auf Video oder DVD
- Bühnenstücke
- Malerei
- Texte
Was für die Jury letztendlich zählt, sind die Aussage, das soziale Engagement, der eigenwillige Blickwinkel des Machers und die Idee. Bewerben können sich sowohl Gruppen (Vereine, Institutionen, Einrichtungen) als auch Einzelpersonen aus Sachsen-Anhalt, Menschen ohne Behinderungen und solche, die trotz eines Handicaps künstlerisch kreativ sind. Worum geht es bei „re-flect“? Um die künstlerische Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen, Bedürfnissen und Hemmnissen von Menschen mit Behinderungen, um Reflektion der eigenen Situation und der persönlichen Einstellung im Jahr der Europäischen Chancengleichheit. - Was behindert Menschen?
- Was ist Behinderung?
- Wie nehmen wir Behinderung wahr?
- Wie gehen wir mit unserer Behinderung um?
- Werden wir behindert?
- Was tun wir für Chancengleichheit?
Das sind einige Fragen, die als Denkanstöße im Konzept stehen.
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